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NR. 1 | Februar 2010 | JAHRGANG 148

In dieser Ausgabe



… startet DRUCK+PAPIER als älteste Gewerkschaftszeitung der Welt in den 148. Jahrgang ihres Erscheinens. Und weil wir auch in diesen Zeiten nicht viel zu lachen haben, wollen wir – über den seit vielen Jahren regelmäßig auf Seite 2 unten platzierten Cartoon von Reinhard Alff hinaus – unseren Leserinnen und Lesern und uns selbst mehr Gelegenheit dazu verschaffen, weil Lachen bekanntlich befreit. Und zwar mit einer neuen Rubrik namens »Strichätzung«. Zu Buchdruck-Zeiten war das ein Verfahren zur Bildherstellung, bei der nach chemischer Vorbehandlung die nicht druckenden Teile einer Volltonzeichnung mittels einer scharfen Säure weggeätzt wurden. »Strich-ätzung« als Rubrikentitel soll also ätzenden Spott verheißen, scharfe Satire, die »gegen den Strich bürstet«. Autor zum Auftakt und künftig regelmäßig ist der Heidelberger Grafiker Hans Dölzer, der auch journalistisch arbeitet und früher mal Buchbinder gelernt hat. Man hätte also die Glosse – in Anlehnung an den Kollegen Wanninger – auch »Buchbinder Dölzer« nennen können, wir haben uns aber dann doch für den Begriff aus der Druckvorstufe entschieden. Dölzer hat ein ziemlich loses Mundwerk, das auch vor der eigenen Gewerkschaft nicht halt macht. Vor seiner Satire sei hiermit also gewarnt – das muss man ja in Deutschland, weil es immer welche gibt, die keinen hinreichenden Humor für sowas haben. Wer meint, es dürfe nicht oder jedenfalls nicht so in unserer Gewerkschaftszeitung stehen, was Dölzer auf Seite 4 in seiner ersten »Strichätzung« schreibt, wer also fragt, ob der das darf, dem sei gesagt: Der darf das, so wie Satire bekanntlich alles darf, auch und gerade in DRUCK+PAPIER.

Henrik Müller - 22.02.2010 18:32


 

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